
Tesamorelin in der Lipodystrophie-Forschung: 15 Jahre nach der FDA-Zulassung
Tesamorelin ist seit 2010 FDA-zugelassen. Was hat die Forschung seitdem gelernt? Neue Erkenntnisse zu Lipodystrophie, Myosteatose und MASLD.

Tesamorelin (TH9507) ist ein synthetisches Analogon des Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH), das das vollständige humane GHRH-Peptid (44 Aminosäuren) mit einem N-terminalen Trans-3-Hexensäure-Linker kombiniert. Diese Modifikation verleiht Tesamorelin eine verbesserte Stabilität gegenüber dem Abbauenzym DPP-IV und verlängert die biologische Halbwertszeit auf etwa 26-38 Minuten.
2010 erteilte die FDA die Zulassung für Tesamorelin (Handelsnamen: Egrifta, Egrifta SV) zur Reduktion des Überschusses an viszeralem Fettgewebe bei HIV-infizierten Erwachsenen mit Lipodystrophie. Dies macht Tesamorelin zum einzigen zugelassenen GHRH-Analogon.
Falutz et al. publizierten 2007 im NEJM wegweisende Phase-3-Daten: Bei HIV-Patienten mit Lipodystrophie reduzierte Tesamorelin (2 mg täglich subkutan) das viszerale Fettvolumen nach 26 Wochen um 15,2 % versus Placebo. Begleitend wurden Verbesserungen in der Triglyceridkonzentration und im Nicht-HDL-Cholesterin beobachtet.
Eine weitere bedeutsame Studie (Stanley et al., JCEM 2019) zeigte eine Reduktion von intramuskulärem Fett (Myosteatose) - ein Parameter mit Relevanz für Insulinsensitivität und Muskelfunktion.
Tesamorelin ist als einziges klinisch bewährtes GHRH-Analogon ein ideales Werkzeug, um die Physiologie der Wachstumshormon-Achse im menschlichen Stoffwechsel zu untersuchen. Im Gegensatz zu direktem GH stimuliert Tesamorelin die pulsatile, physiologische GH-Sekretion über die Hypophyse und erhält normale Feedback-Mechanismen. Studien Peptide stellt Tesamorelin als hochreines lyophilisiertes Peptid zur Verfügung.

Tesamorelin ist seit 2010 FDA-zugelassen. Was hat die Forschung seitdem gelernt? Neue Erkenntnisse zu Lipodystrophie, Myosteatose und MASLD.

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